Im Regen lässt es sich leben!

Claus Richter im Gespräch

Von Resignation keine Spur, an Einsicht in die eigenen Wünsche und Begierden kein Mangel, so läßt sich der aktuelle Seelenzustand von Claus Richter ( geb. 1971 in Lippstadt, heute in Köln ansässig) beschreiben. Wir spüren den Selbst- und Fremddarsteller, den von ungeahnten, ausufernden Sammelleidenschaften beseelten Künstler, Bastler, Bildhauer, Bühnenmidas dort auf, wo der krisengeplagte Künstler unserer Tage seinen allerletzten Rückzugsort hat: sein Bett.

 

Die Kamera läuft. Klappe. Erste Frage… Richter macht auch sein Bett im handtuchumdrehen zur Bühne. Unter der Bettdecke bleibt hier nichts. Von einer Reise erschöpft (Stöbern in den Antiquariaten Alt-Schwabings, Besuch des Valentin-Museums, Karl Valentin, ja den verehrt er) kehrt er in seine Wohnung im Belgischen Viertel, wo er notgedrungen auch sein Atelier untergebracht hat, zurück, erinnert er sich an seine Kindertage, als er sich „ins Bett zurückzieht mit 4000 Kuscheltieren“.

 

Richter, der kölsche Mike Kelley? Richter, ein humoriger Kindskopf und Sprücheklopfer? Keineswegs. Ein ganz und gar wacher Künstler mit einer großen Liebe zu den tausend schönen Dingen und einem schönen, scharfen Verstand dazu. Dieser Künstler ist die Ausnahme! Richter ist Richter ist Richter. Und wer ihn je unterschätzt haben sollte, der mag über Richter staunen und sehen: Claus Richter exklusiv im eiskellerberg.tv-Sommerkino.   

 

 

 

 


29.08.2014 08:48 (Kommentare: 0) | Weiterempfehlen

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